Qualität und Kooperation

Personal

Unsere Mitarbeiter_innen verfügen über die notwendige fachliche Qualifikation und sind bei der KileLe gGmbH in Festanstellung. Damit sind Personalkontinuität, die inhaltliche Zusammenarbeit im Team und die Kommunikation bezüglich von Standards und Verabredungen zwischen Jugendamt und den freien Trägern gesichert.

Der Träger sichert die fachgerechte Auswahl der Mitarbeiter_innen, die bereit und in der Lage sind, ein sozialpädagogisch-therapeutisches Leistungsprofil der Angebote zu entwickeln. Wir arbeiten in multiprofessionellen Teams. Derzeit sind ca. 165 Mitarbeiter_innen bei KileLe beschäftigt. Folgende Berufsgruppen sind vertreten: Erzieher_innen, Sozialpädagog_innen, Sozialarbeiter_innen, Therapeut_innen, Diplompädagog_innen, Sonderpädagog_innen, Heil-erziehungspfleger_innen, Gestaltpädagog_innen, Rehapädagog_innen, Erlebnispädagog_innen. Zudem sind in der KileLe gGmbH Praktikant_innen, Student_innen der Hochschulen, junge Menschen der Freiwilligendienste (FSJ und FÖJ), Hauswirtschaftskräfte, Haushandwerker und Verwaltungsfachkräfte beschäftigt.

Bei der Auswahl der Mitarbeiter_innen wird auf eine geschlechtsheterogene Zusammensetzung der Teams und auf mehrjährige Praxiserfahrung im Kinder- und Jugendbereich wertgelegt. Neben der stattlichen Anerkennung oder dem universitären Abschluss achten wir auf Kernkompetenzen wie: Empathie, Belastbarkeit, Fehlerfreundlichkeit, Kreativität, Herzlichkeit, Durchsetzungsvermögen, eigenständiges Arbeiten, Lernfähigkeit, Freundlichkeit und Humor. Wir achten auf und fördern Zusatzqualifikationen im Bereich der systemischen Arbeit, der Erlebnis- und Sexualpädagogik, der Traumapädagogik, der Rehabilitationswissenschaften.

Die Mitarbeiter_innen werden ortsüblich vergütet, erhalten Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit sowie eine Jahresgratifikation. Wir gewähren Supervision und Fortbildung, setzen Vereinbarkeit von Familie und Beruf um und ermöglichen Beruflichkeit und Qualifikation parallel.

Zur Gewinnung von Fachkräften und der Förderung von Ausbildung unterhält die KileLe gGmbH intensive Kontakte zu Fach- und Hochschulen und diversen Bildungsinstituten.

Wir beachten die Anforderungen des § 8a. Jede/r eigestellte/r Mitarbeiter_in erbringt einen Nachweis über die Qualifikation, die staatliche Anerkennung und ein aktuelles erweitertes Führungszeugnis.

Alle Mitarbeiter_innen sind informiert (Intranet) über:

  • den internen Kinderschutzplan
  • den Handlungsleitlinien in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und deren Familien (grenzwahrender Umgang und Kinderrechte)
  • das Gleichstellungsgesetz und
  • den Umgang mit personenrelevanten Daten (Datenschutz).

Qualität

Der Träger gewährleistet, dass seine Qualitätsentwicklung in der Gesellschaftskultur, in der Kommunikation und in der Personalführung verankert und von der Mitarbeiterschaft getragen wird. Maßnahmen und Instrumente zur Qualität sind insbesondere: aufgabenbezogene Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter_innen, Teamentwicklung, Förderung von Teamtagen, Gewährung von Bildungsurlaub, kollegiale Fallberatung, Intervision und externe Supervision. Durch interne Prüfung, Selbstreflexion, Dokumentation fließt das Erfahrungswissen innerhalb von Qualitätszirkeln in den Prozess der Qualitätsentwicklung ein.

Für uns als Träger ist es selbstverständlich, den Qualitäts- und Evaluationsprozess partizipativ und kooperativ mitzugestalten. Seit Eröffnung unserer Einrichtungen beachten wir die Leistungsvereinbarung und fachlichen Standards und setzen sie im Angebot, Struktur, Inhalt und Personal gewissenhaft um. Zusätzlichen Bedarfen und notwendigen Veränderungen standen und stehen wir stets offen aber auch kritisch gegenüber.

Eine enge Kooperation mit dem Jugendamt, der EFB, dem KJPD, dem Schulpsychologischen Dienst und Schule sowie Kindertagesstätten ist notwendig und für uns als Träger selbstverständlich. Kontakte zu Ärzten, Kliniken und Therapeuten sind vorhanden. Die Vielfalt der Fachlichkeit und der mannigfache Blick der Professionen bereichern den Hilfeprozess.

Durch unsere aktive Mitarbeit, insbesondere in den Fachgremien der Bezirke, haben wir die Umsetzung von Qualität mit vorangetrieben und werden auch zukünftig uns an den weiteren Prozess der Ausgestaltung von Qualität und Evaluation beteiligen. Dies aber nie im Alleingang, sondern in enger Kooperation mit dem Jugendamt. In folgenden Gremien bringen wir uns fachlich ein: siehe Fachgremien

Sämtliche vereinbarte Qualitätsstandards sind inhaltlich in die Ausgestaltung der Hilfe eingeflossen. Verabredungen zur Gestaltung des Hilfeplanverfahrens, personellen wie auch zeitlichen Schnittstellen und Verantwortlichkeiten im Hilfeverlauf, regelmäßige monatliche Kommunikation mit dem zuständigen Sozialarbeiter, rechtzeitige Signalisierung von Krisen gegenüber dem Jugendamt, ziel-, ergebnis-, ressourcen- und prozessorientiertes Berichtswesen sowie Dokumentation, Gestaltung der Ablösephase bzw. der Hilfeübergänge sind von uns mitgestaltet.

Auch innerhalb des Trägers werden fachliche Standards durch Fallbesprechungen, Klausurtagungen, Supervision, Intervision und Helfergesprächen gesichert. In Regelmäßigkeit wird im Qualitätszirkel die Qualitätsentwicklung gewährleistet. Neben dem Qualitätszirkel gibt es Projektgruppen, die konzeptionell an der Fortentwicklung der Angebotsstruktur des Trägers arbeiten. Veränderte Bedarfe der Hilfeempfänger, sozialräumliche Aspekte, Flexibilisierung der Hilfen sowie fiskalische Erwägungen finden Berücksichtigung.

Fachliche Orientierung

Wir befürworten die Gestaltung unserer Angebote entsprechend den individuellen Bedürfnissen der Kinder, Jugendlichen und ihren Familien, zugleich orientieren wir uns an den Lebenswelten im Sozialraum. Dies kann nur durch Vernetzung und Bündelung der verschiedensten Professionen geschehen. Um flexibel arbeiten zu können und verschiedene Handlungskontexte miteinander zu verbinden, halten wir multiprofessionelle Teams vor.

Im Sinne von Fachlichkeit und notwendiger Wirtschaftlichkeit sind „flexible, integrierte, sozialräumlich angelegte Erziehungshilfen“ modellhaft umzusetzen. Inklusion, Partizipation, Ressourcennutzung, Hilfe zur Selbsthilfe, Kooperation und passgenaue Erziehungshilfen stehen dabei in engem Zusammenhang.

Unterstützung und Förderung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien gestaltet sich adressatenorientiert. Die Hilfen werden entsprechend den individuellen Notwendigkeiten ausgerichtet, sie dienen der Stärkung und Entwicklung der Eigenkräfte der Empfänger. Verschüttete Ressourcen und Kompetenzen der Familien sollen bewusst wahrgenommen werden, um die eigene Lebenswelt handlungsfähiger gestalten zu können.

Sozialraumorientierung heißt Lebensweltorientierung, die Umwelt der Kinder und Jugendlichen wird einbezogen. Vorhandene Chancen und Ressourcen im Sozialraum sind genau auszuleuchten, um sie präventiv und integrativ zu nutzen. Um bedarfsadäquat agieren zu können, müssen die Angebote und Strukturen sich als tragfähig und vielfältig erweisen. Für unsere Hilfeformen bedeutet dies, das Angebot ständig zu überprüfen und anzupassen.

Die Suche nach der geeigneten Hilfe soll unseres Erachtens transparent und durchlässig sein, es bedarf einer zielgerechten und bedarfsgerechten Steuerung („maßgeschneiderte“ Hilfen). Dies soll zugleich ein schnelles Wechseln von Hilfeformen entsprechend dem tatsächlichen aktuellen Bedarf der Klienten ermöglichen. Die Vernetzung mit Schule, Kita, Hort, Jugendfreizeiteinrichtungen und anderen Kooperationspartnern ist im Sinne der Sozialraumorientierung gewährleistet, da sich hier die Problemwelten der Kinder und Jugendlichen auftun. Innerhalb des Trägers sind die Strukturen sozialräumlich organisiert, zugunsten der Lebensraumorientierung und der Vernetzung der Professionen und Nutzung dieser für alle Bereiche.

Dokumentation der Arbeit

Kontinuierlich werden die Dokumentationsformen überprüft und fortentwickelt. Die Dokumentationssysteme unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung im Qualitätszirkel. Die Dokumentation wird vornehmlich digital abgebildet.

Folgende Dokumentationssysteme stehen uns derzeit zur Verfügung:

  • Hilfepläne
  • Entwicklungsberichte
  • Kurzberichte
  • Genogramm
  • Ressourcenkarte
  • Netzwerkkarten
  • Förder- und Erziehungspläne
  • Diagnostikpläne
  • Tagesdokumentation
  • Dienstbuch
  • Dokumentation von Fallverläufen
  • Dokumentation des Aufnahmeverfahrens
  • Dokumentation des Beendigungsverfahrens
  • Dokumentation bei Kinderschutz
  • Dokumentation besonderer Vorkommnisse
  • Interne Statistik
  • Sachberichte
  • Dienstplangestaltung
  • Zeiterfassung

 

Interne Verfahrensanweisungen:

  • Handlungsorientierung
  • Kinderschutzplan
  • AGG
  • Datenschutzerklärung
  • Verfahrensabläufe bei Krisenintervention
  • Standards der Elternarbeit
  • Standards der Verselbständigung
  • Standards der Rückführung in die Herkunftsfamilie
  • Beschwerde- und Partizipationskonzept