Gemeinsam von Anfang an

Inklusionsprojekt Kinderwohngruppe

Unser Angebot richtet sich an

... Kinder im Alter ab 6 Jahren, die aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr in ihrer Herkunftsfamilie leben können und langfristig in überschaubaren Gruppenkon-texten untergebracht werden müssen. Im Einzelfall können auch jüngere Kinder aufgenommen werden. Dabei berücksichtigen wir den Inklusionsgedanken und nehmen auch Kinder mit seelischer Behinderung auf, sowie Kinder, die von einer körperlichen, sprachlichen oder geistigen Beeinträchtigung gem. §53 SGB XII betroffen sind.

Wir setzen uns das Ziel

...allen Kindern Förderung, Autonomie, Lebensquali-tät und Zuwendung unabhängig von Behinderung und/oder individuellen Besonderheiten zu ermöglichen.

Durch eine resilienzorientierte-inklusive Pädagogik den Kindern Widerstandsfähigkeit gegenüber Stressmomenten in Bezug auf die erlebten Einschränkungen zu vermitteln.

Eine sichere Beziehungs- und Bindungsbasis bereitzustellen, welche über das Erlebnis von Wertschätzung und Zuwendung ermutigt, Copingstrategien zu erproben.

Ein Setting bereitzustellen, in welchem Kinder sich geschützt gemäß ihrem eigenen Tempo entwickeln dürfen, ohne separiert zu werden.

Das Leistungsangebot beinhaltet …

  • Sicherung der Grundbedürfnisse
  • Gewährung des Kinderschutzes
  • Erarbeitung von aktiven Copingstrategien bezüglich Krisensituationen und eigener Behinderung
  • Resilienzstärkung des Kindes und seines Bezugssystems
  • Vorhalten einer gemeinsamen, strukturierten Lebenswelt, um soziale Teilhabe zu gewährleisten und Sprach-, Status- und Segregationsbarrieren abzuwenden
  • Nähe und Geborgenheit, um Beziehungs- und Konfliktfähigkeit zu erlernen
  • Ausgleichen erfahrener Nachteile, Heilung von Kränkungen, um neue Entwicklungschancen zu offerieren
  • Erlernen von Verantwortungsübernahme für sich und Andere
  • Stärkung des Selbstwertgefühls/der Selbstwirksamkeit
  • Teilnahme und Förderung von Vorschulerziehung und schulischer Bildung
  •  Eruieren und vermitteln von Freizeit- und Bildungsangeboten
  •  Förderung der Beziehungen zwischen Eltern und Kind sowie deren Intensivierung bei Rückführungsoption
  •  Gewährleistung der medizinischen und therapeutischen Versorgung
  •  Konzept der stimulierenden Feinfühligkeit im Alltag, mit dem Ziel,  das Kind zu motivieren, Dinge selbst zu tun und sich als Handelnder zu erleben

Die Arbeit mit den Familien

Wir streben an, Familien weitgehend in den Alltag ihrer Kinder einzubeziehen und ihnen dabei Verantwortung oder Entlastung zu ermöglichen, sodass sie ihren Fokus auf die Fähigkeiten und Fortschritte ihrer Kinder richten können. Familien werden unterstützt, ihre Besonderen Kinder ganzheitlich zu verstehen und in ihrer Einmaligkeit zu begreifen. Regelmäßige Elterngespräche, die Möglichkeit zu videoge-stützter Interaktion, partielle Einbindung in den Projektall-tag über 24 h (Elternschlafzimmer) und Coaching sollen Familien befähigen, in die Verantwortung für ihr Kind zurückzukehren und ggf. eine Rückführung einleiten

Die Ausstattung

… ist auf die Bedürfnisse von Kindern mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen abgestimmt. Den Kindern stehen 6 Einzelzimmer zur Verfügung. Gemeinschaftlich genutzt werden das Wohnzimmer, das Esszimmer, der Familienraum und die Terrasse mit Garten. Durch die Kooperation mit der angrenzenden Kita ist es möglich, die Räumlichkeiten
außerhalb der Kitaöffnungszeiten und den Garten zu nutzen, um so viel Bewegungsfreiheiten und kreative Impulse setzen zu können.

Unser Team

… besteht aus vier engagierten und berufserfahrenen Erzieher*innen im 48-Stunden Schichtdienst und einer Rehabilitationspädagogin im Tagesdienst. Orientiert am behinderungsbedingten Mehrbedarf des jeweiligen Kindes werden zusätzlich sonderpädagogische Fachkräfte bereitgehalten. Die Rehabilitationspädagogin stützt die Gruppe, ohne sich dabei speziell auf ein Kind zu konzentrieren. Zudem ist sie das wichtige Bindeglied zwischen den externen Institutionen.

Eine Hauswirtschaftskraft komplettiert das Team und sorgt für eine gesunde Ernährungs- und Lebensweise.

Wir kooperieren eng mit

  • Institutionen der Behindertenhilfe und Institutionen, die den Inklusionsgedanken vertiefen sowie dem Träger Fortschritte e.V.
  • den Eltern und dem sozialen Umfeld
  • den Fach- und Sozialdiensten der fallführenden Jugendämter
  • sowie der Eingliederungshilfe des Jugendamtes
  • Inka-Schulen in Marzahn-Hellersdorf
  • Schulpsychologischen Diensten, KJPD, EFB, SPZ und niedergelassenen Therapeut*innen und Ärzt*innen
  • Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen im Stadtteil
  • Familienzentren des Bezirkes
  • Sozialtherapeutischen Einrichtungen wie KiZ
  • der benachbarten Kita (JAO gGmbH)